15.Weltkongress der Internationalen Gesellschaft für Kriminologie

 

(Barcelona/Spanien,  20. – 25. Juli 2008)

 

 

Kriminalität und Kriminologie: Forschen und Handeln

 

 

            Das Thema des Kongresses wird anhand von drei wichtigen Kriminalitätsbereichen und ihrer Kontrolle in den wichtigsten Weltregionen behandelt (die ausgewählten Bereicht sind transnationale Kriminalität, Kriminalität in Städten, Opfer und Wiederherstellungsjustiz).

 

ATransnationale Kriminalität

 

Eine Bestandsaufnahme und Bewertung auffälliger Trends werden in einen wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Kontext der Globalisierung gestellt, unter besonderer Beachtung der sozialen Phänomene im Zusammenhang mit Migrationsbewegungen von Bevölkerungen.

 

à       Organisierte Kriminalität, Wirtschaftskriminalität, Internetkriminalität, Terrorismus, Menschenhandel, Drogenhandel.

 

à      Die Notwendigkeit nationen- und Kontinente übergreifender Zusammenarbeit

 

à      Die Schaffung von übernationalen Polizeien, um nationale Gesetzgebung  und Kriminalitätspolitik einzuschließen.

 

à      Die spezifische Rolle der Kriminologie als akademische Disziplin in diesem Bereich : Forschungen zur Bildung und eine Politik der Kriminalitätskontrolle

 

 

BKriminalität in Städten

 

Die Entwicklung schnell wachsender Mega-Ballungsgebiete in verschiedenen Regionen der Welt ist eine Herausforderung an die Vorstellungskraft der Kriminologen zu neuen Reflektionen und Antworten auf Kriminalität, die mit  diesem Phänomen zusammenhängt.

 

à      Megastädte und zunehmende Kriminalität und Gewalt gegen Personen, Institutionen, Gesetze und die öffentliche Ordnung.

 

à      Unsicherheitsgefühl der Bevölkerung

 

à      Der Einfluss kultureller Vielfalt und die Verbrechensfurcht

 

à      Auf der Suche nach neuen Polizei- und Präventionsstrategien

 

à      Die wünschenswerte Rolle der Kriminologie als Partner bei der Entwicklung von städtischen Polizeien und Städteplanung.

 


 

 

C – Opfer und Wiederherstellungsjustiz

 

       Kriminalität – nicht nur die Opferzahlen sind gestiegen, sondern gleichzeitig entstand ein neues Interesse an den Opfern und der Art und Weise, wie auf ihre Probleme und Bedürfnisse im Zusammenspiel mit den Institutionen, die für Hilfe und Recht zuständig sind, eingegangen werden sollte.

 

à      Kriminalität und Viktimisierung

 

à      Kriminologie und Viktimologie

 

à      Strafjustiz und Rechte der Opfer

 

à      Vorgehensweise bei Wiedergutmachung, Ausgleich, Mediation, Schlichtung, Konferenzverfahren und sentencing circles

 

à      Massenviktimisierung und besondere Vorgehensweisen wie z.B. Wahrheitskommissionen

 

à      Die Entwicklung nationaler und internationaler Opferverbände und Pressure-.Groups

 

à      Wiederherstellungsjustiz : Konzepte, Ausbildung, Forschung, Entwicklungen in der Polizei und internationale Netzwerke

 

 

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Diese Liste mit Problemsituationen, auf deren Basis das Thema des Kongresses diskutiert und entwickelt wird, muss den folgenden Fragen gegenübergestellt werden:

 

a) Was ist die Zukunft der akademischen Kriminologie angesichts der neuen Herausforderungen, mit denen diese Disziplin in schnell sich ändernden sozio-ökonomischen und politischen Zusammenhängen konfrontiert wird?

 

b) Wie wird und muss die Kriminologie ihren kreativsten und nützlichsten Ausdruck in Forschen und Handeln finden?

 

c) Was ist der Wert der Antworten auf Kriminalität, die es in den Bereichen, die für die Diskussionen auf dem Kongress ausgewählt wurden, schon gibt? Wie erfolgreich sind präventive soziale Aktionen und Kriminalitätskontrolle?